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Arbeitsgruppe "Echokardiographie"

3D-Echokardiographie

Für die Diagnose von Herzfehlern wird routinemäßig eine 2-dimensionale (2D) Echokardiographie durchgeführt. Der Untersucher muss sich dabei mit Hilfe von 2-dimensionalen Bildern eine eigene Vorstellung von der tatsächlichen 3-dimensionalen Struktur des Herzens machen.

Die Übereinstimmung mit der Realität ist abhängig von seiner individuellen Vorstellungskraft und Erfahrung. Hier eröffnet die 3-dimensionale (3D)-Echokardiographie neue Möglichkeiten. 3D-Untersuchungen erfassen das Herz als 3-dimensionales, räumliches Gebilde.

Der zeitliche Ablauf der Bewegung des Herzens während des Herzzyklus (z.B. das Öffnen und Schließen der Herzklappen) wird als 4. Dimension aufgezeichnet (4D-Echokardiographie).



Wie funktioniert das 3D-Echo?

Viele, millimeterdünne 2-dimensionale Ultraschallbilder werden rasch hintereinander oder zeitgleich erstellt und zu einer 3-dimensionalen räumlichen, bewegten Struktur rekonstruiert. Diese Untersuchung ist in jeder Altersstufe möglich.

Die 3D-Arbeitsstation rekonstruiert aus den 2D-Bildern, dem EKG und den Positionsdaten die 3-dimensionale Herzstruktur (Abbildung rechts).

Der Untersucher bearbeitet die Daten, stellt die Diagnose und diskutiert interaktiv mit Spezialisten die Befunde. Auch nachträglich kann er beliebig interessierende Bilder aus dem Datensatz erstellen.





2D-Echo
3D-Echo im 4-Kammer-Blick




„4-Kammer“-Ebene Trikuspidal- und Mitralklappe sind herkömmlich nur in dieser Sicht darstellbar.
Schneidet man den Datensatz entlang der roten „Box“ und dreht ihn um 90°, erhält man eine Aufsicht auf die Trikuspidal- und Mitralklappe, die im 2D-Bild und in der 4-Kammer-Ebene nicht möglich war.


Vorteile des 3D-Echos

  • Weitgehend untersucher-unabhängig
  • Darstellung der räumlichen, „realen“ Struktur des schlagenden Herzen - wie vom Chirurgen gewohnt -
  • Wiederholte Nacharbeitung mit Rekonstruktion beliebiger Strukturen ohne erneute Untersuchung
  • Interaktive Datendiskussion am rekonstruierten Herzen mit Spezialisten, Betroffenen, Chirurgen

Ansprechpartner: Priv.-Doz. Dr. Ulrike Herberg; Mail

Spendenaktion zum 3D-Echoprojekt [pdf zum download]




Team der Sportambulanz Bonn führte Höhenkammer-Studie bei herzkranken Kindern durch




Kooperationspartner: Universitätsklinikum Bonn und Olympiastützpunkt Rheinland
SSB Bonn